„Schattentäter“ als E-Book für 99 ct und bei Kindle Unlimited

Es ist vollbracht: „Schattentäter“ ist nun im Kindle-Shop für 99 ct (zur Einführung statt 2,99 €) bestellbar. Kostenlos lesen könnt ihr, wenn ihr ein Kindle Unlimited Abonnement habt. Hier geht es direkt zum Buch: https://www.amazon.de/dp/B01J296JDG/

Weitere Infos findet ihr auch hier.

4 Gedanken zu „„Schattentäter“ als E-Book für 99 ct und bei Kindle Unlimited

  1. Lieber Jannes,
    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem neuen Werk!
    Geht mich ja nichts an, Deine Preispolitik. Oder doch? 99 ct für ein Buch klingt für die Konsumenten natürlich verführerisch; besser wäre nur noch: GRATIS. Ich weiss, dass der Trend sich dorthin entwickelt, doch ich bin mir nicht sicher, ob diese Strategie langfristig nützlich oder eher schädlich sein wird – ich meine, für uns Autoren. Ich habe mich jedenfalls entschieden, ein Buch (auch ein e-book) nie unter 10.- (bzw. 9,99) anzubieten. Wenn dieser Wert nicht akzeptiert wird, okay; lieber ein paar Exemplare weniger verkaufen als langfristig den Wert eines Buches endgültig zu ersticken.
    Aber darüber kann man sich streiten, ich weiss. Ich arbeite ja auch eher im Fachbuch- bzw. im Nischenbereich; da sind die Strategien vielleicht anders.

    So oder so viel Erfolg und herzliche Grüsse:
    Richard

    1. Lieber Richard,

      hach ja, die Preispolitik. 🙂
      Selbst der amazon-eigene Verlag nimmt für E-Books je nach Länge nur 2,99 bis 4,99 €. Bei großen Publikumsverlagen ist das etwas anders.
      Ich würde ein E-Book selbst immer für ca. 2,99 bis 3,99 € anbieten. Das ist der allgemein akzeptierte Preis im Selfpublishing-Bereich meiner Erfahrung nach (und den Facebook-Diskussionen zufolge).
      99 ct Aktionen sind bisher durchaus hilfreich gewesen. Mag sein, dass es auch in gewisser Weise kontraproduktiv ist, die Erfahrungen waren aber nicht schlecht, die ich damit gemacht habe. Dauerhaft würde ich das Buch aber auch nicht so niedrig anbieten.

      Ich sehe es so: Bei einem E-Book für 2,99 bleibt genauso viel übrig wie bei einem Taschenbuch für 9,99 (oder sogar mehr). Warum sollte ich es also teurer machen?

      Viele Grüße
      Jannes

  2. Lieber Jannes,

    Markrealistisch betrachtet hast Du natürlich recht, nur mache ich mir seit Jahren grundsätzliche Gedanken: Da wird jemand tage- und wochenlang bestens unterhalten mit einem Buch; das soll für 3 Euro (bzw. 10 Euro fürs gedruckte Buch) zu haben sein – und der Autor soll dabei weniger als einen Euro verdienen?? Für 90 Minuten Kino-Unterhaltung zahlt jeder 7 oder 8 Euro ohne zu motzen. Diese Relationen gehen für mich nicht auf. Man hat während Jahren den ganzen Wettbewerb einfach nur mit Preisdruck zu gewinnen versucht; mit dem Resultat, dass der Konsument dem Buch inzwischen keinen Wert mehr zumisst.

    Wenn ich zwei Jahre hart an einem Werk arbeite, dann frage ich nicht den Konsumenten „willst du 3 Euro oder 10 Euro dafür bezahlen?“ Ist doch klar, dass er „3 Euro!“ ruft. Ich frage ihn aber nicht; ich biete ihm mein Werk zu einem Preis an, den ich festlege. Ich weiss, die Angst vor der Konkurrenz sitzt im Nacken. Doch ich bin überzeugt, dass die Rechnung am Ende so aussieht: Ich muss mir – in jedem Fall – langfristig ein eigenes Publikum erarbeiten. Nehmen wir mal an, das sind 1’000 Kunden. Die schätzen meine Arbeit und zahlen die 10 Euro. Macht grob gerechnet rund 4’000 Euro für mich (und meine zig-tausend Arbeitsstunden …). Jetzt will ich pokern, im grossen Markt mitspielen, und senke den Preis auf 3 Euro. Wenn’s gut geht, kommen so vielleicht 500 zusätzliche Kunden zu mir. Die insgesamt 1’500 3Euro-Käufer bringen am Schluss aber gerade mal noch 1’000 Euro in meine Kasse. Bei einem 1 Euro-Buchpreis sogar nur noch rund 500 Euro …

    Okay, vergleichsweise viel Geld verloren; beim nächsten Buch gehe ich dann eben wieder auf 10 Euro zurück. Pech gehabt; auch die Stammkundschaft will die jetzt nicht mehr bezahlen – es gibt kein Zurück …

    So viel zum eBook; das will dann natürlich heissen, dass das gedruckte Buch noch deutlich mehr wert sein muss. Wenn der Konsument für ein gutes Buch im Büchergestell nicht mindestens 20 Euro ausgeben will – dann soll er’s m.E. lassen. Irgendwann gibt’s dann eben ohnehin keine guten Bücher mehr, weil kein Autor sich diesen Spass mehr leisten kann.

    Die Spirale ist langfristig verheerend. Und eigentlich ist es ohnehin schon zu spät. Ausser, man bleibt hartnäckig bei seinem Preis … 🙂

    So viel aus meiner Sicht.

    Vielleicht bist Du der Klügere – jedenfalls wünsche ich Dir ganz viel Verkäufe und gute feedbacks!!

    herzlich:
    Richard

    1. Hallo Richard,

      die Rechnung ist (wenn man wie ich derzeit amazonexklusiv veröffentlicht) etwas anders. Für 2,99 € Preis gibt es ca. 1,65 € Nettoprovision, bei 0,99 € nur ca. 0,29 €. Die 0,99 € eignen sich m. E. nur für Preisaktionen oder Kurzgeschichten, nicht als dauerhafter Preis.
      Bei 9,99 € als E-Book sind es ~ 5,80 € Provision, also knapp das Dreifache. Die Preissensitivität ist jedoch, gerade bei Self-Publishing-Lesern, extrem hoch. Ich schätze, dass nicht einmal ein 5tel der Leser, die für 2,99 € lesen, auch für 9,99 € lesen. Natürlich kommt es auch auf die Seitenzahlen an. Ich schreibe mit ~ 212 (mein erster Thriller) bis 296 (mein neuester) Taschenbuchseiten aber auch nicht gerade dicke Schinken.
      Ich bin mit meinen Preisen so weit zufrieden und habe auch das Privileg, dass ich keineswegs davon leben muss. Also gilt bei mir auch eher: Lieber mehr Leser als etwas mehr Erlös 🙂

      Liebe Grüße
      Jannes

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