Buch-Blogger und Autoren: ein Aufruf zum Nachdenken

Vorwort

Zu Beginn dieses Artikels möchte ich noch los werden, dass ich niemandem auf die Füße treten will. Allerdings habe ich im letzten Jahr, in dem ich mich ausgiebig mit diesem Thema auseinandersetzen musste (und wollte), Erfahrungen gemacht, die ich einmal niederschreiben möchte.

Ich werde niemanden persönlich ansprechen und es soll sich auch niemand persönlich angegriffen fühlen, aber ein bisschen Nachdenken ist vielleicht angesagt, gerade bei unbekannten, neuen Autoren wie mir.

Die Arbeit der Autoren

Eines ist sicher: jeder Autor, der Spaß an seiner Arbeit hat, wird an seinem geschaffenen Werk hängen. Es ist sein Baby. Natürlich geht das auch mir so. Schön ist, wenn das Buch gekauft wird, sei es E-Book, Taschenbuch oder Hardcover. Noch schöner ist es natürlich, wenn es Anklang findet, gut bewertet und rezensiert wird. Eine negative Rezension kann hart sein, unter gewissen Umständen auch ein kleiner Stich ins Schreiber-Herz.

In einem Buch stecken viele, viele Stunden Arbeit. Von der Idee über erste Versuche bis hin zur fertigen Geschichte dauert es eine Weile. Für manchen (Hobby-)Autor, der sich nicht in Vollzeit dieser Arbeit widmen kann, vielleicht sogar viele Monate oder länger. Verständlich also, dass man sich wünscht, das entstandene Werk möge mit Wertschätzung behandelt werden.

Die Arbeit der Buch-Blogger

Bloggen ist in der Regel ein Hobby. Lesen ebenso. Warum also nicht beides verbinden und das Gelesene für die Öffentlichkeit wiedergeben und bewerten? So wird es vermutlich einigen Vertretern der Szene gegangen sein, als sie die Idee hatten, Buchrezensionen auf einer eigenen Webseite zu veröffentlichen.

Vielleicht könnte man nun denken, dass die „Arbeit“ eines Bloggers gar keine solche ist. Aber: Was unterscheidet denn dieses Schreiben besonders von dem, was wir Autoren tun? Auch ein Buch-Blogger macht sich Gedanken über seine Formulierungen, die Struktur der einzelnen Beiträge. Hinter dem gesamten Aufbau steckt zumeist ein gutes System, um das Geschriebene dem geneigten Leser möglichst zugänglich und nachvollziehbar darzustellen.
Auch ein Blog muss so geschrieben sein, dass er angenehm zu lesen ist, es nicht von Rechtschreib- und Grammatikfehlern nur so wimmelt und jeder Beitrag Anfang und Ende, Hand und Fuß hat.
Nicht zuletzt basiert jeder Text, jede Rezension auf den jeweiligen persönlichen Eindrücken und dem Geschmack des Verfassers.

Das (vermeintliche) Privileg der Buch-Blogger

Ich hatte inzwischen Kontakt zu einigen Bloggern, die auf ihrer Webseite Rezensionen und Buch- bzw. Autorenvorstellungen präsentieren. Mehr als nur einmal habe ich dabei mitbekommen, welche seltsamen Vorstellungen offenbar in Reihen der Autoren herrschen. Dabei will ich beileibe nicht pauschalisieren, doch unter den Teppich kehren sollte man es meiner Meinung nach auch nicht.

Blogger kriegen viele Rezensions-Exemplare. Natürlich ergibt sich aus diesem Wort schon, dass es sich um unbezahlte Exemplare des Buches oder E-Books handelt. Aber das bedeutet doch noch lange nicht, dass diese Vergabe ein Akt der Selbstlosigkeit ist. Warum vergibt denn ein Autor Rezensionsexemplare? Wohl kaum, weil er anderen eine Freude machen will. Richtig, es geschieht in der Hoffnung, dass eine Rezension Werbung für das eigene Buch darstellt. Das geht mir genau so.

Nun kommt das große Aber. Ich habe das Gefühl, dass die Arbeit der Blogger dabei oftmals nicht gewürdigt wird, und das sage ich „von der anderen Seite“. Es wird scheinbar oft nicht einmal daran gedacht, dass der Blogger etwas für den Autor tut, nicht umgekehrt.
Sicherlich nutzen einige Rezensenten Affiliate-Links für die Bücher, um für den Verkauf etwas zu erhalten, aber mal ehrlich: alles andere wäre doch unklug. Außerdem halten sich die Provisionen in Grenzen.

Was schiefläuft

Meiner Ansicht nach sind es im Speziellen drei Dinge, die ich für überdenkenswert halte.

1. Geduld bzw. Ungeduld

Ich habe schon mehrfach mitbekommen, dass ein Blogger sich schon beinahe untertänigst im Voraus dafür entschuldigt hat, dass eine Rezension länger dauern könnte, weil die Zeit gerade knapp oder der SuB besonders hoch ist. Es kommt wohl öfter vor, dass ein Autor mit Unverständnis auf diese Tatsache reagiert. Gut, das eigene Werk mag man selbst bestimmt als wichtiger einschätzen als andere Werke, aber das ist nun einmal nur die eigene Wahrnehmung.

Dazu kommt, dass nicht wenige Rezensions-Exemplare ungefragt verschickt werden, also ohne vorher nachzuhören, ob überhaupt Interesse besteht und Zeit vorhanden ist. Ist es dann verwunderlich, wenn eine freundliche Absage zurück kommt oder ein Hinweis darauf, dass es länger dauern könnte? Warum sollte ein Buch frühzeitig rezensiert werden, wenn noch 10 andere vorher kamen und gelesen / bearbeitet werden müssen?

Allerdings muss man an dieser Stelle sagen, dass es auch Buch-Blogger gibt, die sich vielleicht nicht optimal verhalten/organisieren. Mir ist es zwar erst ein Mal passiert (soweit ich mich erinnere), aber ich habe mir auch von anderen Autoren sagen lassen, dass es vorkommt, dass ein Rezensionsexemplar angefordert wird, danach jedoch nichts mehr passiert, also keine Rückmeldung und keine Rezension. Auch, dass eine (zugesagte) Rezension länger als 3 Monate dauert, ohne dass eine Rückmeldung erfolgt, sollte nicht vorkommen und führt zu – in diesem Fall berechtigter – Ungeduld bzw. Unverständnis. Daher auch eine Bitte an die Blogger: Nehmt nur Rezensions-Exemplare an, wenn es auch machbar ist, sie zu lesen. Und sollte es einmal länger dauern als erwartet: Eine Mitteilung an den Autor kann nie schaden.

2. Schlechte Rezensionen

In Verbindung mit dem „vermeintlichen Privileg“, dass ein Buch-Blogger das eigene Wert kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommt, scheint oftmals auch der Gedanke einherzugehen, dass entsprechend eine wohlwollende (positive) Rezension verfasst wird. Sicher, eine schlechte Rezension ist nicht schön und kann vielleicht sogar ein paar Leser davon abhalten, das Buch zu kaufen. Aber gerade für neue Autoren (dazu zähle ich mich auch) sind diese Blogs ein unschätzbares Mittel, das eigene Werk zu präsentieren. Außerdem kann eine schlechte Rezension auch dazu führen, dass sich andere Leser eine eigene Meinung bilden wollen und das Buch dennoch kaufen.

So oder so ist es kein Grund, dem Rezensenten die Bewertung persönlich übel zu nehmen. Nehmt es doch lieber als Ansporn, es beim nächsten Mal noch besser zu machen, um auch diesen Kritiker zu überzeugen.
Vielleicht habt ihr aber auch einfach nur den falschen Blog gewählt und euer Buch passt überhaupt nicht zum Geschmack des Rezensenten.
(Anmerkung: Das gleiche Problem gibt es übrigens bei den „E-Book-kostenlos-Aktionen“, aber das ist ein anderes Thema.)

3. Wertschätzung von Kritik

Ich habe inzwischen an einigen Stellen gelesen, dass Kritik aus Rezensionen nicht unbedingt für voll genommen wird. Das trifft natürlich wieder längst nicht für alle Autoren zu, aber dennoch finde ich es falsch. Natürlich gibt es Rezensionen (insbesondere solche von wenigen Zeilen auf Online-Shops), die kaum inhaltlichen Wert vermitteln und nur grob den persönlichen Eindruck wiedergeben. Aber gerade ausführliche Rezensionen bieten dem Autor einen interessanten Einblick in die Art, wie das Werk ankommt.

Rezensenten, die einen Buch-Blog betreiben, sind vielleicht nicht die „Standard-Leser“. Oftmals lesen sie überdurchschnittlich viel und mögen auch kritischer als andere auf Fehler, Form und „das gabs schon woanders“ achten, dafür ist die Kritik in der Regel aber auch fundierter, konstruktiver.

Irgendwo habe ich einmal gelesen: Es gibt keine schlechte Kritik, sofern sie konstruktiv ist.
Das sehe ich auch so. Letztendlich kann es immer nur eine Hilfe dabei sein, sich zu verbessern. Das heißt natürlich nicht, dass man sich verbiegen oder den eigenen Stil ablegen soll. Aber, welches Buch ist so perfekt, dass es immer nur durchweg positiv bewertet werden kann? Keines, meiner Meinung nach.

Dazu kommt dann noch, dass man sich als Autor absolut keinen Gefallen tut, unfreundlich oder verständnislos mit Bloggern umzugehen. Das führt zu Unmut und dazu, dass weitere Bücher dieses Autors vom entsprechenden Rezensenten wohl nicht mehr gelesen werden. Das mag auf den ersten Blick nicht schlimm sein, aber auch die Blogger kennen sich untereinander und tauschen sich aus. Solche Eindrücke können also schneller die Runde machen als einem lieb ist. Vielleicht ist das dann sogar schädlicher als eine schlechte Bewertung in der Rezension.

Ein Schlusswort

Ich habe meine Meinung kundgetan, wenn auch vielleicht manchmal etwas provozierend, und beanspruche ganz sicher nicht für mich, dass dies die einzig gültige sein muss. Die Kritik betrifft auch längst nicht alle Autoren, doch die, die sich angesprochen fühlen, können vielleicht einmal darüber nachdenken, ob die eigene Vorstellung von dem Miteinander richtig und gerecht ist. Immerhin schadet ein schlechtes Gebaren dem Gesamteindruck der Autoren, wenn es häufiger vorkommt.

Ich möchte noch sagen, dass dieser Beitrag ganz bestimmt nicht dazu gedacht ist, mich bei den Bloggern einzuschleimen. Ich möchte keine Rezensionen aus Gefallen, sondern ehrliche, konstruktive Kritik. Aber was hilft es mir, wenn der (Erst-)Kontakt durch eine schlechte Grundmeinung bestimmt wird, die sich nach und nach aufgebaut hat?

Denkt daran: Jede Rezension auf einem Blog ist Werbung. Für den Autor und sein Buch. Punkt.
Je mehr Leser ein Blog hat, desto mehr Aufmerksamkeit erhält ein besprochenes Werk. Wem hilft es also, wenn die Rezensionen nur so vor Lobhudelei triefen, so dass niemand mehr das Geschriebene dort ernst nimmt?
Falls jetzt jemand denkt, ich hätte noch nicht die Erfahrung von schlechte(re)n Rezensionen auf Blogs gemacht, kann er sich zum Beispiel diesen Beitrag ansehen.

Wer sich durch diesen Artikel auf den Schlips getreten fühlt, möge mir das mitteilen (aber bitte konstruktiv begründet). In diesem Sinne: auf ein freundliches und faires Miteinander.

Liebe Grüße
Jannes

17 Gedanken zu „Buch-Blogger und Autoren: ein Aufruf zum Nachdenken

  1. Hallo!

    Als Autorin, die erst seit Kurzem selbst unter die Buchblogger gegangen ist… danke für deinen Artikel.
    Noch habe ich selbst keine schlechten Erfahrungen mit unfreundlichen Autoren oder unangeforderten Rezensionsexemplaren gemacht, aber wir stehen ja auch erst am Anfang.
    Aber natürlich habe ich beim Rezensieren z.B. von Indieautoren ein bisschen Bauchweh, besonders wenn ich das Buch in irgendeiner Weise kostenlos bekommen habe. Frei nach dem Motto „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“.
    Aber wenn ich Abzüge geben muss, dann muss ich Abzüge geben – egal ob es sich um ein Werk von 1700 oder um ein E-Book von 2014 handelt. Ich bin zu ehrlich, um zu lobhudeln.

    1. Hallo,
      ich denke das Thema mit „Bauchweh“ muss man sich ziemlich schnell abgewöhnen, denn ein Blog mit Rezensionen lebt doch von der Ehrlichkeit. Wie ich schon sagte, will ich einem Buch-Blog vertrauen können, dass die dortigen Artikel auch die eigene Meinung wiedergeben.
      Gerade bei E-Books trifft die eventuelle Meinung von „geschenkter Gaul“ nicht so recht zu, finde ich. Dieses Exemplar kostet den (Indie-)Autor im Grunde ja nichts, außer ein paar entgangenen Provisionen.

      1. Natürlich :).
        Da ich nach Lesereihenfolge rezensiere, sind die ersten Rezensionen zum Warmlaufen ohnehin noch Verlagsautoren (und der Autor des ersten von mir rezensierten Buches ist längst tot).
        Bis ich dann bei meinen Independents angekommen bin, werde ich die Bauchschmerzen hoffentlich abgelegt haben. Bauchpinseln hilft niemandem, auch keinem angehenden Jungautor.
        (Auch wenn ich mit dem Lesen im Moment schlicht Glück habe und mein letztes wirklich schlechtes Buch eine Weile her ist. Aber was nicht ist, kann ja leider wieder werden…)

  2. Hallo,

    ich finde das ist ein ganz tolles Thema, was du aufgegriffen hast. Wir, das Team der Autorenvorstellungen, sind schon an so manch undankbaren Autoren geraten….
    Respekt und Höflichkeit entgegnete man uns so manches Mal nicht, schade.
    Wir erwarten nicht viel, wir erwarten keine Blumen, aber ein Danke oder eine freundliche Antwort wäre uns oftmals schon genug 😉
    Wenn diese Autoren halbwegs Ahnung von Online Marketing haben würden, würden sie wissen, dass sie bares Geld sparen, wenn sie Bloggern einfach mal ein paar Rezi Exemplare zur Verfügung stellen würden, statt herumzudiskutieren.
    Leider haben die Autoren das manchmal nicht – was man nicht sehen kann, existiert scheinbar nicht.
    Und schlechte Kritik gibt es eigtl. gar nicht. Wenn die schlechte Rezension gut begründet ist, kann der Autor doch daran wachsen und es besser machen? Es liegt ja auch in seinem Interesse daran zu wachsen und sich zu entwickeln, oder? 🙂
    Ich finde deine Enschätzung super. Danke, dass du als Autor auch mal Stellung dazu genommen hast!
    Liebe Grüße
    Yasmin

  3. Hallo Jannes,
    ich kann nur von der Autorenseite berichten. Wie du im Artikel schreibst, werden auf beiden Seiten Fehler gemacht. Teilweise werden vielfrequentierte Buchblogger von uns Autoren sehr in den Himmel gehoben, aber oft ist den Autoren die Arbeit hinter den Blogs nicht so geläufig.

    Persönlich muss ich sagen, dass ich positive und negative Erfahrungen gemacht habe (die meisten aber positiv). Auch bei mir ist es vorgekommen, dass Rezensionsexemplare eingeheimst wurden, ohne sich wieder zu melden. Viele Blogger antworten auch nicht auf Anfragen (teilweise bis zu 30 % der angeschriebenen Blogger haben sich nicht zurückgemeldet, obwohl meine E-Mails alle, bis auf den Mittelteil, in dem es um das Buch geht, individuell formuliert werden). Da bin ich auch beim nächsten Punkt: Ich wurde gerügt, dass ich „nur“ den Anfang einer E-Mail persönlich geschrieben habe, aber meine eigentliche Anfrage im gleichen Wortlaut auch an andere Blogger ging.
    Entschuldigung, aber wenn ich 50 oder mehr Blogger anschreibe und einen gut formulierten Text habe, der auf den Punkt bringt, um was für ein Buch es sich handelt und worum ich den Blogger bitte, warum sollte ich ihn dann in 50 verschiedenen Ausführungen verschicken? Ich wünsche mir an dieser Stelle etwas Nachsicht von den Bloggern. Natürlich sollte man keine Massenmails verschicken, aber sich zu beschweren, dass ein Teil der E-Mail eine Art Textbaustein ist, finde ich wiederum auch übertrieben.

    Ansonsten ist es schön, dass du mal beide Seiten beleuchtet hast. Und irgendwie profitieren doch beide Seiten: Die Blogger brauchen kein Geld für Bücher ausgeben und werden von den Autoren, die ich kenne, geschätzt und die Autoren bekommen Werbung.

    Viele Grüße
    Annika

    1. Hallo Annika,

      Auch bei mir ist es vorgekommen, dass Rezensionsexemplare eingeheimst wurden, ohne sich wieder zu melden.

      Ja, das ist wirklich nicht schön. Ich kann auch den Grund dafür nicht verstehen. Entweder man hat Zeit und Lust, ein Exemplar zu lesen oder eben nicht, aber dann sollte man es auch nicht anfordern.
      Eine These wäre vielleicht, dass das Buch nicht gefallen hat und der Rezensent eine Konfrontation gescheut hat. Aber das ist nur ins Blaue geraten und keine fundierte Aussage.

      Viele Blogger antworten auch nicht auf Anfragen (teilweise bis zu 30 % der angeschriebenen Blogger […]

      Ich gehe mal davon aus, dass du vorher die Seite des Bloggers studiert hast. Mir ist bei vielen Seiten aufgefallen, dass entweder dort stand „nehme keine Rezensionsexemplare mehr an“ oder keinerlei Hinweis auf gewünschten Eigeninitiativkontakt von Autoren. An solche Blogs schreibe ich eigentlich schon gar nicht.
      Viele Blogger haben auch Adressen bei großen Kostenlos-E-Mail-Anbietern und dort ist meine Erfahrung leider, dass oftmals Mails in Spamordnern landen und nie gesehen werden.

      Natürlich sollte man keine Massenmails verschicken, aber sich zu beschweren, dass ein Teil der E-Mail eine Art Textbaustein ist, finde ich wiederum auch übertrieben.

      Das stimmt. Gerade, wenn es um die Beschreibung des Buches selbst geht, ist ein komplett individuell formulierter Text ziemlich unsinnig. Ich kann davon allerdings aus eigener Erfahrung nichts berichten, da ich nie mehr als 4 oder 5 Blogs zur gleichen Zeit angeschrieben habe.

      Liebe Grüße
      Jannes

  4. Dieses Thema ist zwar schon ein wenig älter aber spiegelt genau das wider, was mich gerade aufregt. Habe durch eine eigene Anfrage 4 Bücher einer Reihe erhalten, die ich bitte ehrlich rezensieren sollte. Und genau das habe ich getan. Kurz gesagt schrieb ich, dass Potenzial da ist es aber nicht genutzt wurde.
    So hat das Buch auch nicht die volle Punktzahl erhalten.
    Jetzt soll ich die Rezension von meinem Blog entfernen, weil sich ja potentielle Leser abwenden könnten…
    Warum sollte ich dann ehrlich sein wenn sich der Autor doch eine 10 Punkte Rezension gewünscht hat?

    1. Hallo Lilly,
      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Kurze Antwort: unmöglich.

      Lange Antwort:
      Ich kann es nicht nachvollziehen. Als Autor geht man mit dem eigenen Werk nun einmal an die Öffentlichkeit. Das bedeutet, dass die unterschiedlichsten Charaktere mit den verschiedensten Vorlieben dem Buch begegnen. Selbst das beste Buch wird nicht von allen gemocht – und damit muss man als Autor rechnen. Natürlich mag niemand eine 2- oder sogar 1-Sterne-Rezension, aber auch die wird es früher oder später geben (ja, ich habe auch welche davon).
      Natürlich ist es ärgerlich, wenn man ein Rezensionsexemplar vergeben hat und der Blogger dann eine kritische Meinung dazu veröffentlicht, aber das ist nun einmal das „Risiko“ bei der Sache.
      Ich denke, als Autor hat man nicht das Recht, die von dir geschilderte Forderung zu stellen.

      Darf ich fragen, ob es bei dir um 6/10 oder eher um 8/10 geht?

      Liebe Grüße
      Jannes

            1. Ich hatte sie in der Zwischenzeit bereits gelesen. Von „Figurenklau“ lese ich da jetzt nichts, vielleicht meint sie das mit den Fanfiktions, aber ich sehe nirgends einen Vorwurf. Die Abzüge in der Wertung sind ja auch begründet …

              1. Danke sehr, ich hatte schon gedacht, dass es wirklich so rüber kommt.
                Als sie das Wort Fanfiktions las, ist sie beinahe ausgerastet, ich würde ihr Figurenklau unterstellen und wie ich es wagen könne, sie als Hobbyautor zu bezeichnen?
                Ist es wirklich so schlimm als Autor ihn mit langjährigen Fanfiktionautoren zu vergleichen? Denen man ebenfalls den Spaß am Schreiben ansieht?

                1. Ich glaube, dass das Problem eher darin besteht, dass Fanfiktion oftmals als kleines Hobby nebenbei, ohne großen Anspruch an Qualität angesehen wird.
                  Hobbyautor ist ein schwieriger Begriff, denn es impliziert für manche direkt eine fehlende Gewissenhaftigkeit, legt ein Schreiben aus „Spaß an der Sache“ ohne Lektorat etc. nahe (auch, wenn es nicht so gemeint ist). Ich bezeichne mich zwar selbst oft als Hobbyautor, da ich es nicht hauptberuflich, sondern nur neben der sonstigen Arbeit mache, aber an sich ist es, wenn es von anderen kommt, nicht die schönste Bezeichnung in Verbindung mit eigenen Werken 😉

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