Ein kleiner Textauszug aus einem neuen Krimi

Liebe Leser,

heute möchte ich euch an dieser Stelle den vorläufigen Anfang eines neuen Krimis präsentieren. Ich weiß, es ist nicht viel, aber natürlich dürft ihr mir trotzdem gerne Meinungen und Anregungen in den Kommentaren hinterlassen 🙂

Aktuelle Version

„Verdammte Scheiße!“ Fluchend wusch sich Jonas die blutverschmierten Hände am kleinen Waschbecken des Hotelzimmers, bis die Färbung des Wassers schwächer wurde und es schließlich klar und durchsichtig in den Abfluss strömte. Er betrachtete seine rechte Wange im Spiegel, auf der Kira zwei unübersehbare rote Striemen als schmerzhafte Visitenkarte hinterlassen hatte. „Miststück!“, zischte er.

Für einige Sekunden starrte Jonas mit leerem Blick sein eigenes Spiegelbild an, dann drehte er den Wasserhahn bis zum Anschlag auf und schöpfte sich mit beiden Händen kaltes Wasser ins Gesicht. Er prustete, doch das kühle Nass half ihm, den Kopf wieder frei zu bekommen.

Nachdem er sich etwas gesammelt hatte, ging er zurück ins Schlafzimmer. Er betrachtete das schöne braunhaarige Wesen, das beinahe unbekleidet auf seinem Bett lag. Sie sah so friedlich aus.

 

72 Stunden vor der Tat

Kira hatte es nicht mehr ausgehalten. Sie musste einfach weg von ihm, seiner übertriebenen Eifersucht und seinem Jähzorn, der immer häufiger in Handgreiflichkeiten ausartete. Obwohl er ihr angedroht hatte, sie überall auf der Welt zu finden, sollte sie ihn jemals verlassen, war sie gegangen.

Ursprüngliche Version

„Verdammte Scheiße!“ Fluchend wusch sich Jonas die blutverschmierten Hände am kleinen Waschbecken des Hotelzimmers, bis die Färbung des Wassers schwächer wurde und es schließlich klar und durchsichtig in den Abfluss strömte. Anschließend drehte er den Wasserhahn zu und blickte in den Spiegel. Seine blonden Haare waren zersaust und hingen ihm strähnig in die Stirn, sein Shirt war mit Blut- und Schweißflecken übersät und auf seiner rechten Wange prangten unübersehbar zwei rote Striemen, die ihm Kira als schmerzhafte Visitenkarte hinterlassen hatte.

Für einige Sekunden starrte Jonas mit leerem Blick sein eigenes Spiegelbild an, dann drehte er den Wasserhahn bis zum Anschlag auf und schöpfte sich mit beiden Händen kaltes Wasser ins Gesicht. Er prustete, doch das kühle Nass half ihm, den Kopf wieder frei zu bekommen.

Nachdem er sich etwas gesammelt hatte, ging Jonas zurück ins Schlafzimmer. Er betrachtete das schöne braunhaarige Wesen, das beinahe unbekleidet auf seinem Bett lag. Sie sah so friedlich aus.

 

72 Stunden vor der Tat

Kira hatte es nicht mehr ausgehalten. Sie musste einfach weg von ihm, seiner übertriebenen Eifersucht und seinem Jähzorn, der immer häufiger in Handgreiflichkeiten ausartete. Obwohl er ihr angedroht hatte, sie überall auf der Welt zu finden und sie zu töten, sollte sie ihn jemals verlassen, war sie gegangen.

16 Gedanken zu „Ein kleiner Textauszug aus einem neuen Krimi

  1. Hallo 🙂
    Ich bin im Rahmen des Buchbloggerkommentiertages bei dir gelandet.
    Den ersten Absatz finde ich in der ursprünglichen Version besser, da man so auch schon ein wenig mehr über das Aussehen von Jonah erfährt. Außerdem mag ich das Bild, wie das Blutgerinnsal im Waschbecken sich mit Wasser mischt. Das ist so schön bildlich 🙂
    Es klingt auf jeden Fall interessant, auch wenn ich mir noch nicht genau vorstellen kann, was das Thema des Buches ist.
    Liebe Grüße,
    Nadja

    1. Hallo Nadja,

      danke für deinen Besuch hier 🙂
      Es ist wirklich immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind.
      Von „ursprünglich war es besser“ bis „immer noch zu viel beschreibend“ ist irgendwie alles dabei. Ich denke, ich werde am Ende wohl das nehmen müssen, was mir selbst am besten gefällt und hoffen, dass es dem Großteil der Leser auch so geht.

      Das Thema des Buches… Im Grunde wird es wohl etwas Krimi mit Thriller gemischt, würde ich sagen. Allerdings soll es erst einmal gar kein Buch werden, sondern ein Blog-Kurzkrimi.

      Liebe Grüße
      Jannes

  2. Lieber Jannes,

    dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu. Ich widerspreche Nadja ein wenig. Ich finde die überarbeitete Version besser, weil sie mehr im Charakter ist: im Moment ist ihm sein Haar egal, und dass es blond ist, das weiß er. Was zählt sind die roten Streifen: Die interessieren ihn als Person und die interessieren den Leser. Die Haarfarbe hab ich am Ende des Satzes wieder vergessen und sie ist vollkommen unwichtig!

    Was mich aber stört ist der Absatz aus Kiras Sicht. Da wird viel zu viel zu viel zu viel erklärt. Dass er eifersüchtig ist, dass er „handgreiflich“ wird (sowas denkt doch kein Opfer, die denkt an Schläge, Tritte, Ohrfeigen, Haareziehen, etc) – das weiß Kira alles. Und dann kommen diese Erklärungen auch noch alle geballt. Lass das etwas subtiler kommen. Fang vielleicht an mit irgendwas wie „‚Wenn du gehst, ich schwöre dir, ich finde dich – egal, in welchem Loch du dich verkriechst!‘ Kira erinnerte sich noch genau an seine Worte. Und dennoch war sie gegangen. Hatte eine kleine Sporttasche mit dem Nötigsten gepackt und war verschwunden aus der gemeinsamen Wohnung, als er gerade im Fitnessstudio war.“ Oder irgendwie sowas. Weißt du, was ich meine?

    Dennoch: Schöner Einstieg. Macht Lust auf mehr.

    1. Liebe Kerstin,
      vielen Dank für deinen Eindruck. Ich bin noch ein wenig hin und her gerissen, was den ersten Abschnitt angeht. Meine Tendenz geht allerdings mehr zur neuen Variante, weil sie mir „straffer“ erscheint.
      Der Hinweis mit Kira klingt beim ersten Lesen einleuchtend. Ich werde mir das am Sonntag (au wei, das ist ja heute) oder Montag mal in Ruhe daraufhin noch einmal anschauen. Die jetzige Uhrzeit eignet sich nicht unbedingt zu geistigen Ergüssen *g* zumindest nicht bei mir.
      Danke sehr und liebe Grüße
      Jannes

  3. Hallo Jannes,
    Ich halte es mit Nadja, finde die ursprüngliche Fassung besser. 

    Der Kommentar von Kerstin scheint mir interessant, er zielt auf Jonas: er kennt sich, weiß wie er aus sieht, also braucht man das nicht schreiben. (Man könnte sich auch fragen: Warum schaut er in den Spiegel, wenn er sich bereits kennt?) Aber stimmt das? Ist es nicht eher der Autor, der das weiß?
    Du lässt Jonas in den Spiegel schauen, weil du dem Leser zeigen willst, was er sieht, das ist spannend (show, don´t tell). Vielleicht zeigst du noch Jonas´ Emotion, wenn er sich im Spiegel betrachtet. 
Was mich allerdings stört (und warum es zu sehr auf Jonas zeigt) ist das mehrfach benutzte „sein“ (als Possessiv und als Zeitwort): Seine blonde Haare waren zersaust, sein Shirt war mit Blut verschmiert, seine rechte Wange … Wie wäre es, wenn du diese Wörter einfach weglässt, vielleicht so:

    Anschließend drehte er den Wasserhahn zu und blickte in den Spiegel. Was er sah, erschrak ihn: Die blonden Haare hingen ihm zersaust und strähnig in die Stirn, das Shirt mit Blut- und Schweißflecken übersät, auf seiner rechten Wange zwei rote Striemen, die ihm Kira als schmerzhafte Visitenkarte hinterlassen hatte.

    1. Hallo Frank,
      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Je öfter ich die beiden Varianten lese, desto mehr gefällt mir die neue. Gar nicht mal deshalb, weil Jonas weiß wie er aussieht und dies darum nicht beschrieben werden muss, sondern weil es in der Situation nicht sehr relevant ist. Anders wäre es, wenn zwei Personen beteiligt wären und er vielleicht aus der Sicht der anderen Person beschrieben würde, also so etwas wie: „Aus irgendeinem Grund fand sie die zersausten und strähnig in die Stirn hängenden Haare anziehend.“
      Um es frei nach Guido Maria Kretschmer zu sagen: „Es (die Beschreibung) tut nichts für sie (die Geschichte).“ 😉

      Liebe Grüße
      Jannes

      1. Hallo Jannes,
        Maria Kretschmer hat recht: man soll nicht beschreiben. Aber zeigen darf und sollte man sehr wohl. Der Leser mag das. Aber ob die alte oder die neue Fassung: Deine Geschichte fängt gut an, mit einem Mörder (als Protagonisten?), spannend! Wenn du einen Testleser brauchst, gib mir Bescheid.
        Liebe Grüße,
        Frank

        1. Hallo Frank,
          ich weiß nicht, ob du von meinem ersten Buch (Die Frauenkammer) die Leseprobe mal gelesen hast. Dort ist es im Grunde auch so, dass der Mörder einer der Protagonisten ist, aus dessen Sicht geschrieben wird.
          Liebe Grüße
          Jannes

          1. Hallo Jannes, ich habe mir die Leseprobe der „Frauenkammer“ mal vorgenommen. Ich sehe in Lukas nicht den Protagonisten, sondern eindeutig den Antagonisten, aus dessen Perspektive (unter anderem) erzählt wird. Bei deinem zweiten Roman konnte ich Jonas nicht sofort als Antagonist identifizieren, dafür ist die Textprobe zu kurz.

            Erlaube mir ein paar Worte zu der Leseprobe von „Frauenkammer“: Ich fand die vielen Perspektivwechsel anstrengend zu lesen, und verwirrend. (Zuerst Frank Polter (ich hoffe, ich erinnere mich richtig an den Namen), dann Lukas, gefolgt von Miriam, Heike, und dazwischen immer wieder Lukas, das sind mir zu viele. Dazu kommt, dass die Wechsel nur durch eine Leerzeile getrennt sind. Für eine Leseprobe mag das reichen, für ein gedrucktes Buch wohl eher nicht. Da hätte ich die übliche „Leerzeile-Stern mittig – Leerzeile“ als Absatztrennung gewählt, in einigen Fällen sogar ein neues Kapitel. Grundsätzlich gefällt mir persönlich ein Krimi-Stil nicht, worin von vornherein dem Leser sämtliche, oft (zu) detaillierte Informationen gegeben werden, wodurch der mehr weiß als der ermittelnde Kommissar. Das finde ich nicht sehr prickelnd. Mag sein, dass du die Spannung im Laufe der Geschichte auf andere Weise hergestellt hast, aber das geht aus der Leseprobe nicht hervor. Und die sollte nun mal den Leser „hineinziehen“. Das tut diese Leseprobe nicht, anders als der Anfang deines zweiten Krimis, den ich sehr gut finde (auch dort würde ich die Passage, die mit „72 Stunden zuvor“ anfängt, mit einem neuen Kapitel beginnen.
            Wie ich festgestellt habe, schreibst du als Self-Publisher. Lässt du deine Texte lektorieren? Für mich ein unverzichtbarer Bestandteil einer Publikation, ob als E-Book, oder als BoD.

            Damit du weiß, wer hier spricht: Ich bin (war) Architekt, und schreibe seit meinem 60. Geburtstag selbst, (inzwischen seit 5 Jahren) versuche mich am Genre Thriller. Im Moment biete ich meinen zweiten Manuskript Agenturen an. Der Weg ist lange, man benötigt viel Geduld. Ich habe mich dieses Jahr ausgiebig mit dem Thema Selbstpublikation beschäftigt und mich dagegen entschieden. Mich würde interessieren, wie es dir mit deinem ersten E-Book gegangen ist.
            Kommst du zur Buchmesse? Ich werde von 11.30 – 14.00 Uhr am SP-Stand in der Halle 3.1, Stand K61 sein.
            Liebe Grüße,
            Frank

            1. Hallo Frank,

              vielen Dank für deinen wirklich ausführlichen Kommentar!
              Du hast schon recht, dass Lukas eigentlich der Antagonist ist. Allerdings verbinde ich mit dem Antagonisten eigentlich eher jemanden, aus dessen Sicht nicht ausführlich geschrieben wird, daher hatte ich hier die (unsaubere) Bezeichnung Protagonist gewählt. Ohne zu viel vom Inhalt zu sagen, ist für mich auf jeden Fall klar, dass Jonas der Antagonist (mit der gleichen Einschränkung wie bei Lukas) ist.

              Natürlich erlaube ich dir einige Worte, gerne auch mehr. Ich erlaube mir, dazu Stellung zu nehmen. 😉
              Die Perspektivwechsel im Buch sind mit Sicherheit gewöhnungsbedürftig, was ich jedoch von mehreren als Feedback bekommen habe, ist, dass man sich eigentlich recht schnell daran gewöhnt und es irgendwie auch den „Charme“ des Buches ausmacht.
              „Die Frauenkammer“ ist in mehrerlei Hinsicht nicht ganz normal. Wie du richtig geschrieben hast, sind die Wechsel in der Perspektive nicht groß abgetrennt, dazu kommt auch, dass es keine Kapitel gibt. Es gibt nur einen einzigen Punkt im Buch, den man als Kapitelwechsel bezeichnen könnte, dieser hat aber auch keine Überschrift, nur ein kleines Symbol.

              Ich denke das mit dem „früh (zu) viel wissen“ ist eine Geschmacksfrage. Gerade das fanden auch viele reizvoll. Ich habe irgendwo mal geschrieben, dass dieses Konzept im Grunde schon uralt ist – nämlich aus dem Kasperletheater. Jedes Kind weiß mehr als der Kasper (das Krokodil ist böse) und fiebert mit dem Protagonisten mit. Es kann gut sein, dass diese Methode nicht bei jedem Leser funktioniert, das will ich gar nicht bestreiten.

              Was den neuen Krimi angeht, verrate ich dir (und denen, die den Kommentar noch so lesen), dass es nach derzeitigem Stand wohl kein Roman wird. Es wird eine Kurzgeschichte, die ich auch nicht primär für die Veröffentlichung als E-Book / Printbuch schreibe. Mehr sage ich dazu zum jetzigen Zeitpunkt mal noch nicht 🙂

              Was die Entscheidung für das Self-Publishing angeht, wäre das zu viel, um es an dieser Stelle zu schreiben, aber vielleicht interessiert dich dazu dieser Beitrag von mir. Mein zweites Buch, das gerade kürzlich fertig geworden ist, wird erst einmal aus einem ganz anderen Genre sein (Urban Fantasy mit Young & Adult Zielgruppe). Das entsprechende Manuskript habe ich an Literatur-Agenturen geschickt und warte derzeit auf Rückmeldungen. Es ist mir aber schon jetzt klar, dass ich es im Self-Publishing veröffentliche, falls sich keine Agentur dafür interessiert.

              Ich lasse meine Texte immer lektorieren, allerdings habe ich das Privileg, dass ich zwei sehr(, sehr) kritische Leserinnen habe, die dafür zuständig sind. Auch was das Cover angeht habe ich sozusagen die Designerin im Haus. Buchblock und Druck-PDF sowie E-Book-Formate erstelle ich selbst, da ich mich durch meinen Beruf mit solchen Dingen auskenne.

              Bei „Die Frauenkammer“ habe ich insgesamt viele Fehler gemacht, sowohl in der Veröffentlichung als auch in der Vermarktung. Aber das ist meiner Ansicht nach normal beim ersten Buch. Wenn alles so verläuft, wie ich es geplant habe, werde ich das Buch auch noch einmal überarbeiten und als 2. Auflage neu veröffentlichen (natürlich als Update, damit kein E-Book-Käufer neu bezahlen muss). Am Stil bzw. der „Kapitellosigkeit“ werde ich voraussichtlich nichts ändern, denn das macht für mich einfach den gewissen Charme, die Andersartigkeit des Buches aus.

              Es gibt noch einen Grund, warum ein Self-Publishing in manchen Fällen Vorteile haben kann, den ich im oben verlinkten Beitrag glaube ich nicht genannt habe: Mitbestimmung. Nach allem, was ich so im Netz gelesen habe, ist es nicht unbedingt Entscheidung des Autors, wie das Cover aussehen soll oder der Titel des Buches sein wird. Das sind für mich jedoch wichtige Elemente und die Entscheidung muss wohlüberlegt sein.

              Auf der Buchmesse werde ich dieses Jahr (noch) nicht sein, vielleicht im kommenden. Zu der Zeit bin ich unterwegs.

              Liebe Grüße
              Jannes

              P.S.: Respekt, dass du mit 60 noch angefangen hast, zu schreiben – und dabeigeblieben bist. Solltest du Fragen haben, die nicht für den Blog gedacht sind, kannst du mir auch eine E-Mail schreiben.

  4. Hallo Jannes 🙂

    Da mag ich doch auch einfach mal meine 5 Cent dazu geben.
    Mir gefällt der neue Ansatz tatsächlich besser. Natürlich erfährt man im ursprünglichen mehr über das Aussehen, aber gerade da dann kurz darauf der Übergang zu „72 Stunden vorher“ kommt, finde ich, dass weniger hier mehr ist. Es gibt noch mehr Spielraum sich zu überlegen, was da eigentlich gerade passiert ist und wo und wie einen der Teil, zu dem dann übergeleitet wird, wohl wieder an diesen Ort, zu diesem Zeitpunkt bringt 🙂 Aber ja, du hast vermutlich recht – die Geschmäcker sind sehr unterschiedlich und ALLEN kann man es ja bekanntlich nie recht machen.

    Liebe Grüße,
    Ivy

  5. Hallo Jannes,

    Zum Thema Antagonist als Hauptfigur der Erzählung: Das ist was für Psychothriller. Besonders dann, wenn in der Ich-Perspektive geschrieben wird (weil sie den Leser gefühlsmäßig eng an die Figur heranführt.)

    Zu deinem Buch „die Frauenkammer“: Ich ändere gerne meine Meinung. Ich werde mir das E-Book besorgen und sage dir nach der Lektüre, ob und warum es mir wohl oder nicht gefallen hat.
    Der Vergleich zum Kasperletheater ist natürlich nett, für Kinder auf jeden Fall. Aber du hast recht, das Vorab-Leserwissen ist eine bewährte Technik. Ich vertage mein Urteil bis nach der Lektüre.

    Zum Thema Self-Publishing werde ich zu gegebener Zeit etwas in deinen entsprechenden Blog schreiben. Nur soviel: du scheinst einen Verlag gefunden zu haben, die das Thema anders handhabt als die übrigen BoD-Verlage. Trotzdem reagiert die Buchgilde auch in diesem Fall abweisend – noch.

    Zum Schluss noch ein großes Lob für deinen Blog „Romanfieber“!

    Liebe Grüße,
    Frank

    1. Hallo Frank,

      vielen Dank für dein Lob zum Blog.

      Das E-Book werde ich in den nächsten Wochen insofern noch einmal überarbeiten, als dass eine Kritik sich immer wiederholt hat: Der Kommissar ist zu „blass“. Dem werde ich versuchen, noch etwas „Charakter“ zu geben. Darauf musst du demnach bei der Lektüre gefasst sein 😉

      Ich sehe Lukas auch nicht als Hauptperson an. Okay, vielleicht eine der Hauptpersonen. Das ist glaube ich auch der Grund, warum die Leute sich bei den bisherigen Rückmeldungen nicht ganz einig sind, ob es nun eher ein Krimi oder ein Thriller ist. Ich bezeichne es daher gerne als „Kriminalroman mit Thriller-Touch“ 😉

      Wegen des Verlags… Das ist nicht ganz so einfach. Wenn du dir den Preis des Taschenbuchs ansiehst, erkennst du denke ich auch, dass er nicht konkurrenzfähig ist. Darum werde ich versuchen, eine zweite Auflage (zusammen mit dem überarbeiteten E-Book) anderweitig zu veröffentlichen. Bei einigen Anbietern sind die Preise für TB-Veröffentlichungen ja drastisch gesunken. Aber das sind noch ungelegte Eier.

      Liebe Grüße
      Jannes

      1. Hallo Jannes,

        Zum Buchpreis gibt es die Preisbindung des deutschen Buchhandels, daran kommt keiner vorbei, es sei denn, das Buch hat einen Mangel (im Druck, Umschlag oder so), dann darf es billiger angeboten werden.
        Bei meiner Recherche zum Thema Self-Publishing bin ich auf den Engelsdorfer Verlag gestoßen, der Inhaber Tino Hemmann bezeichnet diesen Verlag auch als „etwas anderen Verlag“, also keinen DKZV oder BoD. Da kann man geteilter Meinung sein.
        Hemmann hat ein Buch geschrieben („mein Buch bedarfsgerecht gedruckt“), das neben Werbung für seinen Verlag auch ein paar wirklich interessante Hinweise zur Gestaltung, Format und Preis beinhaltet. Als ich meinen letzten Thriller fertig hatte, betrug die Seitenzahl 530 Normseiten. Da ich wissen wollte, wie viele Seiten das im Taschenbuchformat 12×19 sind, habe ich eine Kopie des MS umformatiert, in Garamond 10. Es waren 438 Seiten.
        Aber vielleicht kennst du das Buch bereits, du scheinst ein „alter Hase“ auf dem Gebiet BoD zu sein.

        Schöne Grüße,
        Frank

        1. Hallo Frank,

          das mit der Buchpreisbindung ist klar, aber es wird eine überarbeitete 2. Auflage mit neuer ISBN, das alte wird vom Markt genommen, daher gibt es da kein Problem 🙂

          Bei der Umformatierung auf TB-Format kann man so viel mit den Einstellungen machen, dass die Seitenzahl extreme Schwankungen hat. Die Änderung der Schriftgröße um 0,5pt oder auch die Veränderung der Seitenränder oder Zeilenabstände hat bei solch einer Seitenzahl schon wirklich großen Einfluss. Bei den Einstellungen, die ich für ein TB verwende, weichen die Seitenzahlen bisher kaum von den Normseiten ab.

          Viele Grüße
          Jannes

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