Wettbewerbe und Vorurteile

Heute gibt es dann auch mal ein ziemlich unangenehmes Thema. Wie ich in einem früheren Beitrag schon einmal geschrieben hatte, gibt es einige Vorurteile bzw. Vorbehalte gegenüber Autoren, die im Selbstverlag veröffentlichen.

Ich hatte meine Betreuerin beim Verlag gebeten, meinen Roman bei einem Debüt-Wettbewerb für Krimis anzumelden, was sie auch getan hat. Die Antwort war jedoch, dass Bücher dieses Verlages nicht angenommen werden.
Daraufhin habe ich noch einmal nachgefragt, um die genaue Begründung zu erfahren und die ernüchternde Antwort war:

[…] Der Windsor-Verlag bietet auf seiner Webseite Autoren an, gegen Bezahlung ihr Manuskript zu veröffentlichen und erfüllt damit nicht die geforderten Kriterien.
Es tut mit sehr leid, Ihnen als Autor dies Mitteilung machen zu müssen, aber wir können ihr Buch auf Grund dessen nicht für den Friedrich-Gauser-Preis/ Sparte Debüt zulassen. […]

Ich wollte mich damit nicht so recht zufriedengeben und habe noch einmal klarzustellen versucht, dass es sich hier nicht um einen DKZV (Druckkostenzuschussverlag) handelt, die Antwort war jedoch kurz und unmissverständlich:

[…] leider kann ich Ihnen nur abschließend mitteilen, dass Produkte des Windsor Verlags nicht für die Glauser Preise zugelassen werden. […]

Gleichzeitig habe ich meinen Roman jedoch für den Write Movies Contest angemeldet. Neues Spiel, neues Glück! Oder wie heißt es so schön?

4 Gedanken zu „Wettbewerbe und Vorurteile

  1. Der Write Movies Contest ist eine prima Sache. Da habe ich auch schon ein paar Mal was hingeschickt. Sie nehmen neben Drehbüchern auch Romane und Kurzgeschichten an.
    Schöne Grüße
    Maike

  2. Laut Eigendarstellung des Verlags besteht die Geschäftspraxis durchaus darin, Autoren gegen Bezahlung die Möglichkeit zu geben, ihre Manuskripte zu veröffentlichen …

    1. Das ist auf jeden Fall so. Allerdings war mein hauptsächlicher Kritikpunkt, dass alle Verlage (und „Verlage“) in dieser Form über einen Kamm geschert werden. Es ist ein Unterschied, ob man 29,- 190,- oder ein paar Tausend Euro für eine Veröffentlichung zahlt. So gesehen, wäre dann jeder Self-Publisher, der via BoD sein Buch herausgibt, bei einem DKZV. Das kann ich nicht unterschreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.